LTE Frequenzen
Der zukünftige Mobilfunkstandard, mit dem Namen Long Term Evolution, erlaubt die flexible Nutzung von Frequenzbereichen. Zur Auswahl stehen dabei Bandbreiten in Höhe von 1,25, 2,5, 10 und 20 MHz. UMTS kann nur eine Bandbreite von 5 MHz nutzen. Die unterschiedlichen LTE Frequenzen nehmen selbstverständlich auch Bezug auf die Datenübertragungsgeschwindigkeit. Als Faustregel gilt hierbei - je höher die Bandbreite ist, desto schneller ist die Datenrate. Welche Frequenz in Zukunft als Standard genutzt wird, steht bisher noch nicht fest. Die ersten Frequenzbereiche hat die Bundesnetzagentur bereits an die Mobilfunkunternehmen versteigert. Diese hat sich dazu entschieden 2010 weitere Frequenzbereiche zu versteigern, mit der Bedingung, dass mit diesen Frequenzen alle Regionen versorgt werden, die noch nicht über ein Breitbandnetz verfügen. Die LTE Frequenzen, im Bereich zwischen 800 MHz und 900 MHz, sind für die Mobilfunkkonzerne in großem Maße attraktiv, da diese besonders hohe Reichweiten besitzen. Einige von ihnen konnten sich diesen Frequenzbereich bereits sichern. Andere wiederum haben sich erst sehr spät dafür entschieden, ihr LTE-Netz auszubauen und im Nachhinein Frequenzen im Bereich von 2.000 und 2.500 MHz ersteigert, die eine geringere Reichweite bieten. Diese bringen dann natürlich beim Ausbau des Netzes höhere Kosten mit sich. Bei der Vergabe der LTE Frequenzen berücksichtigt die Bundesnetzagentur das Mobilfunknetz anderer Länder. Schließlich nutzen immer mehr Mobilfunkkunden das sogenannte Roaming und möchten ihr Handy oder Notebook auch im Ausland nutzen können. Voraussichtlich werden die angebotenen Frequenzen an das Mobilfunkunternehmen versteigert, das am meisten bietet. Darin sehen jedoch die kleinen Mobilfunkanbieter die Gefahr, am Markt nicht mehr gefragt zu sein. Wie bereits erwähnt, ist die weitere Vergabe an bestimmte Bedingungen durch die Bundesnetzagentur geknüpft, wodurch die Mobilfunkkonzerne, die noch keine Frequenzen, im Bereich von 800 bis 900 MHz, ersteigert haben, ihre Chance sehen. Alle Anbieter sind auf Profit aus und wollen aus diesem Grund erst die Ballungszentren ausbauen. Mit der Bundesnetzagentur haben diese aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Darüber hinaus sind die Mobilfunkunternehmen voraussichtlich bei den weiteren Versteigerungen durch die Bundesnetzagentur, dazu gezwungen, ihre LTE-Netze für Serviceprovider bereitzustellen. Es bleibt also spannend in Bezug auf die LTE Frequenzen!